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Montag, 28. August 2017 12:07 Alter: 82 days
Kategorie: NewKat Startseite
Von: Lisette Keller

1. Mannschaft: Deutliche 5:1-Derbyniederlage in Hollenbach

Nichts zu holen gab es für unsere Erste im 1. Verbandsliga-Auswärtsspiel in Hollenbach. Am Ende fiel das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch aus, denn gerade in den ersten 30 Minuten zeigten unsere Jungs eine engagierte Leistung und konnten das Spiel offen gestalten. Leider vergab man eine Doppel-Großchance zum möglichen 2:2 und erlaubte sich danach zu viele Fehler, die der Gastgeber abgezockt ausnutzte. Breits am Mittwoch steht mit der 3. Pokalrunde in Wachbach das nächste Pflichtspiel an.


Marius Müller hatte sich seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte anders erhofft. Der FSV Hollenbach war seine letzte Oberliga-Station bevor er als Spielertrainer zur TSG Öhringen wechselte. Dort holte er den Bezirkspokal und dann zwei Meisterschaften in Folge. Als Verbandsliga-Aufsteiger reisten die Öhringer zum Oberliga-Absteiger FSV Hollenbach. Die Rollen waren vor der Partie klar verteilt. Und zumindest dem Ergebnis nach wurden die Hollenbacher dem auch gerecht. Mit 5:1 gewannen sie das Derby.

„Es ist schön wieder hier zu sein“, sagte Müller. „Allerdings mit einem Ergebnis, mit dem wir nicht zufrieden sein können. 5:1 ist doch ein bisschen zu hoch. Wir haben drei Gegentore nach Standards kassiert, obwohl wir wussten, dass die da stark sind.“ Am Ende war es ein kleines Lehrstück in Sachen Cleverness und Effektivität. Dabei war FSV-Trainer Marcus Wenninger gar nicht angetan von der Leistung seiner Mannschaft: „Mit dem Ergebnis und den drei Punkten bin ich zufrieden. Aber ich bin weit weg davon, glücklich zu sein. Wir hatten in der ersten Halbzeit zu viele Ballverluste. Wir waren im Passspiel nicht sicher genug. Wir waren nicht so im Spiel, wie wir es können und es uns vorstellen. Wir hatten eben das Glück und die individuelle Klasse.“ Sieger hören sich meist anders an.

„Ich habe schon früher aus solchen Spielen gelernt“, meinte Öhringens Nico Sasso, einer der wenigen TSG-Spieler mit früherer Verbandsliga-Erfahrung. „Man hat aber gemerkt, wo die Unterschiede sind. Dann geht ein Spiel eben so aus.“ In den entscheidenden Situationen hatten die Hollenbacher die höhere Handlungsschnelligkeit. Unter dem Strich machten sie weniger spielentscheidende Fehler. „Auch an die körperliche Robustheit müssen wir uns gewöhnen.“ So bekam auch Volkan Demir, der zweite Öhringer mit Hollenbacher Vergangenheit, zu spüren, wie unangenehm es ist, gegen Verteidiger wie Marc Zeller oder Sebastian Walz zu spielen. „Defensiv sind die schon stark, da war es schwierig für uns. Aber in der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt“, sagte der TSG-Stürmer.

Hollenbach hatte nicht die körperliche Präsenz wie noch gegen Ilshofen. Vielleicht waren die Gastgeber auch etwas überrascht davon, dass sich die Gäste nicht versteckten sondern versuchten, das Spiel offen zu gestalten. Trotzdem ging Hollenbach in der neunten Minute bereits in Führung. Nach einem Eckball. Durch einen leicht abgefälschten Schuss von Sebastian Walz. „Das erste, was ich nach der Führung reingeschrien habe, war, konzentriert euch“, sagte Wenninger. Er wurde nicht erhört. Der Ausgleich fiel noch in derselben Minute. Einen Angriff über rechts schloss Nicolai Schiffmann zum 1:1 ab. Verunsicherung und Ärger statt Sicherheit bei Hollenbach.

Doch schon in der 19. Minute fiel die erneute Hollenbacher Führung. Dieses Mal gab die individuelle Klasse von Serkan Uygun den Ausschlag. Im Strafraum war er nicht zu halten, nahm einen hohen Ball mit, drehte sich und traf – 2:1. Im Anschluss verpassten Daniel Breitinger (21.) und Lorenz Minder (21.) zwei Möglichkeiten. Auch danach hatte Hollenbach mit dem schnellen Umschalten der Öhringer seine Probleme. In der 33. Minute dann Schrecksekunden für den FSV. „Da sind wir glaube ich alle erschrocken“, sagte Wenninger. „Ich habe den Ball schon drin gesehen.“ Doch erst scheiterte Johannes Deibert freistehend aus kurzer Distanz an Torhüter Philipp Hörner, den Nachschuss setzte Daniel Alankus neben das praktisch leere Tor.

Bestraft Dies wurde umgehend bestraft. Durch das Hollenbacher Tor Nummer drei in der 36. Minute. Daniel Breitinger traf per Kopf nach einem Eckball zum 3:1-Halbzeitstand.

Direkt nach der Pause folgte die Vorentscheidung: Kevin Müller verlor im Mittelfeld einen Zweikampf gegen Breitinger, der passte auf Uygun (47.) und der Hollenbacher schloss zum 4:1 ab. Sein drittes Tor im zweiten Saisonspiel. Danach hatte Hollenbach die Partie im Griff, stand kompakt, defensiv sicher und ließ kaum noch etwas zu. In der 84. Minute setzte dann Tizian Amon mit einem verwandelten Foulelfmeter den Schlusspunkt.

FSV Hollenbach: Hörner, Amon, Zeller, Nierichlo (70. Hartwig), Kleinschrodt, Nzuzi (86. Schülke), Uygun (77. Zucknick), Hofmann, Walz, Breitinger (61. Schmitt), Minder.

TSG Öhringen: Götz, Pscheidl, Demir, Deibert, Sasso, Schiffmann (46. Bemmerer), Schieferdecker (60. Klinkert), Alankus (60. Madaro), Madaro, Herkert (80. Jordan), Kevin Müller, Wegner.

Tore: 1:0 (9.) Sebastian Walz, 1:1 (9.) Nicolai Schiffmann, 2:1 (19.) Serkan Uygun, 3:1 (33.) Daniel Breitinger, 4:1 (47.). Serkan Uygun, 5:1 (84.) Tizian Amon (Foulelfmeter).

Schiedsrichter: Yannick Eberhardt (Giengen).

Zuschauer: 530.


 

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